Archiv für die Kategorie ‘Ich bin ein Spieler.’
Auf der Suche nach dem passenden Ich
Jetzt vermuten vermutlich ein paar von Euch irgendwas Hochtrabendes, Philosophisches und den Geist kitzelndes. Tut mir leid, dass ich Euch enttäusche. Und vermutlich auch wieder mich selbst, denn das letzte Mal, als ich Euch, liebe Leser, ohne die ich wirklich nichts wäre, bloß ein Dödel, der Zeug in seinen PC hackt, um eine Meinung zu meinem Äußeren gebeten habe, haben sich nur Amynd und Bekki dazu herabgelassen, mir ein paar Tips zu geben. Diesmal soll es jedoch um mehr gehen als nur die Art und Weise, wie ich mit meinem Gesichtshaar umgehe. Diesmal geht es um mein ganzes, höchstpersönliches Selbst, die Art und Weise wie ich mich der Welt präsentiere, mein erster Eindruck, mein optisches Aushängeschild, den repräsentativen Teil meines Ichs: meinen Avatar.
Vielleicht hat der eine oder andere mitbekommen, dass ich meinen Avatar vom sonst üblichen Locke Cole geändert habe in Roy Greenhilt, solange ich nach meiner letzten Mail an APE noch auf die neueste Ausgabe der OotS-Comics warten muss. Ähnlich wie das 8 Bit-Theater in meiner Signatur ist The Order of the Stick ein Webcomic, den in diesem Fall der Pen&Paper-Fan Rich Burlew eines Tages mehr aus Spaß an der Freude als mit weitergehenden Ambitionen ans Licht der Welt gezerrt hat. Die Zeichnungen sind absichtlich sehr einfach gehalten; faktisch heißt die Serie deshalb auch Order of the Stick, denn es handelt sich letztendlich um Strichmännchen (wobei das Prequel “The Origin of PCs” eine andere Erklärung bietet^^). Die Serie, die anfangs vor allem Witze über das heilige Regelwerk von P&P und AD&D machte und damit bei den Fans ankam, wurde inhaltlich immer komplexer, Burlew entwickelte einige umfangreiche Storybögen und die Serie wurde allgemein populär im Internet. So populär, dass Rich, anders als Brian Clevinger, der Mann hinter dem 8 Bit-Theater (der ja leider auch nicht die Rechte an seinen Figuren hat; Square-Enix rücken sie nicht einfach so heraus), inzwischen vom Erfolg seiner Comics bzw. dem Merchandising für eben diese leben kann. Ein erstaunliches Vergnügen, das nur wenige Webcomicautoren teilen, sofern sie sich nicht an eine der großen Vermarktungsgesellschaften verkaufen möchten, wie es David Craig Simpson, der sympathische Schöpfer von Ozy and Millie (aktuellster Strip) und I drew this, Jim Davis gerne mal vorwirft.
Was ich erst seit den Reliquien weiß, nämlich, dass die Leute ungern längere Geschichten nur im Internet lesen, hatte Rich schon wesentlich früher begriffen und gab daher auf mehrfachen Wunsch seine Serie in gut abgepackten Dosen in Qualitätsdruck, wobei er die käuflich zu erwerbenden Druckversionen noch mit Bonuscomics und Hintergrundmaterial würzte, wie beispielsweise umfangreichen Kommentaren zu den einzelnen Strips (was D.C.Simpson allerdings auch schon ein paar Jahre länger macht bei seinen Druckalben). Alle paar Monate, bzw. wenn ein weiterer Story-Arc abgeschlossen ist, wird dann ein entsprechendes Comicalbum herausgebracht. Mit dem aktuellen Büchlein, War & XPs, sind es inzwischen drei Alben zur Hauptgeschichte und zwei mit Hintergrundstrips zu Protagonisten und Antagonisten und edlem Schwarzweiß, die quasi die zeitliche Lücke zwischen den Albumreleases füllen.
Am 27.08. gelangte “War & XPs” in die US-Läden (meistens Shops für Gamer). Als alter Fan hatte ich die Preorder-Möglichkeit bis zum 13.08. genutzt, zumal man dann auch ein Gimmick in Form eines Kühlschrank-Magneten mit einem Bild der Figur Elan, eines charmanten, doch unfassbar dämlichen Barden, geschenkt bekommen sollte. Okay, der Kühlschrank unten in der Küche eignet sich nicht für Magneten und der hier oben, der meiner sein wird, wenn denn der ganze Schrott doch noch aus den ehemaligen Räumen meiner Schwester und ihrer Familie verschwindet (ich würde WIRKLICH gerne endlich umziehen können; das wäre mal ein Tapetenwechsel, im wahrsten Sinne des Wortes)…nun, der Magnet hält immerhin an der Dunstabzugshaube-_-
Ich bekam jedenfalls leider keine Tracking-Mail von der US-Post, was damit zusammenhängt, dass die US-Post eine unerträgliche Nährgrube der Inkompetenz ist, insbesondere bei internationalem Versand. Nun ist man von denen einiges an Lieferzeiten gewohnt. Wenn man in D. für eine Lieferung einen Tag braucht, in Europa vielleicht drei bis fünf braucht die Ware für den Weg von Übersee mindestens vierzehn Tage. Der Fairness halber sei erwähnt, dass ich so lange auch schon auf Lieferungen von Weltbild warten musste, als ich da noch Kunde war. Nach 27.08.+ca.vierzehn Tage wurde ich dann doch etwas nervös und schickte eine Mail an den von Burlew beauftragten Shop. Die teilten mir dann mit, dass das Buch am dreißigsten versandt worden sei und ich auch eine Trackingnummer hätte haben sollen. Freundlicherweise schickte der Shop schließlich die Nummer nach, aber wer den USPS kennt ahnt, dass mir das nicht viel weiterhalf:

Sehr informative Meldung. Zu diesem Zeitpunkt entschied ich, meinen Spielerboard-Avatar so lange in Roy Greenhilt, den Protagonisten von Order of the Stick, zu ändern, bis ich endlich mein Exemplar von War & XPs haben würde, als aufrechtes Mahnmal für alle, die vom Schicksal genötigt sind, auf die Kompetenz des internationalen Postnetzwerkes zu vertrauen.
So stand die Meldung da dann auch noch für weitere zwei Wochen und ich maulte schon in Burlews Forum herum, dass Schiff mit den Büchern für Europa muss wohl gesunken sein, weil ein Engländer dort (sei gegrüßt, spaceLem!) mit dem gleichen Problem kämpfte. Wir tauschten unsere Nachrichten dort am Mittwoch und Donnerstag aus.
Heute erhob ich mich erst nachmittags aus dem Bett. Ich hatte angesichts meiner KRankheit (Kopfschmerzen, Hustere und vor allem fiese Schluck-und Halsbeschwerden seit Sonntag) gleich Montag für den Freitag Urlaub beantragt, um ausschlafen und schwitzen zu können. Auch sollte bis spätestens Freitag der idiotische Elektromann die Umwälzpumpe für die Heizung installiert und somit das Haus wieder heizbar gemachth haben. Ich kroch also Donnerstagnacht ins Bett und schlief schwitzend, weil eingepackt in Schal und Pulli, bis heute Nachmittag durch. Das, gepaart mit meinen erstaunlich effizienten Tonsiotren H-Lutschtabletten hat meine Mandeln wohl wirklich weitgehend zur Räson gebracht; kann beides sehr empfehlen, denn es geht mir heute doch um einiges besser im Hals.
Nun, jedenfalls stand ich erst heute Nachtmittag auf und stierte zum Briefkasten, unter dem sich nicht einmal meine Zeitung fand. Murrend ging ich Klo und Bad besuchen und dann, durchaus bekleidet, nach unten, wo Kaffeeduft zu erschnüffeln war, gepaart mit frischem Kuchen und dem Krach des Sohnes meiner jüngeren Schwester, der mit seiner Mutter gerade am Tisch saß. Während ich noch auf dem Weg war kam tatsächlich die Post angefahren. Normalerweise kommt sie spätestens um zehn aber die heute verantwortliche Briefträgerin ist eine hypochondische Träne, um es nett auszudrücken. Vorher war zudem der Elektromann dagewesen und hatte die Heizung in Ordnung gebracht. Meine Anlage freilich hatte er auch nach zwei Jahren noch nicht dabei, ließ mir aber ausrichten, er brächte sie demnächst zurück, die Reperatur wäre mich aber eh zu teuer gekommen. Ich meine, die CDlade hakt; kann das so ein großes Problem sein? Außerdem hängt nun schon seit 24 Monaten eine CD von den Housemartins im Laufwerk, vielleicht verklebt oder sonstwas. Braucht man dafür ZWEI JAHRE?
Naja, zurück zur Postfrau, die ein recht mitgenommenes, von der deutschen Post neu verpacktes Päckchen dabeihatte. Offenbar hatte der Shop die Wahrheit gesagt als behauptet wurde, das Buch sei am 30sten rausgegangen. Nur scheinbar war die US-Post einmal mehr nicht in der Lage (oder Willens), eine Sendung nach Europa, bzw. Deutschland mit einem Minimum an Sorgfalt zu behandeln, weswegen zum einen die Adresse unleserlich gemacht und zum anderen der Umschlag beschädigt wurde, weswegen die hiesige Post einiges an Ermittlungsarbeit zu erledigen hatte. Glücklicherweise sind weder Buch noch Magnet von der groben Behandlung in Mitleidendenschaft gezogen worden und ich freue mich schon immens darauf, neues über den Orden zu erfahren (abgesehen von dem, was ich schon auf der Webseite gelesen habe^^).
Nun kommen wir jedoch, nach etlichen Absätzen, zum eigentlichen Problem dieses heutigen Blogs: Mein Schwur, Roy treu zu bleiben, bis ich das Buch endlich habe, ist erfüllt und ich kann ihn ersetzen. Aber ich bin garnicht sicher, ob ich das tun will.
Seit ich im SB bin hatte ich stets Locke Cole, meinen Lieblingshelden aus der Final Fantasy-Reihe (genauer aus FFVI) zu einem Avatar erhoben. Kurzfristig wurde er ersetzt durch Black Mage aus dem 8 Bit-Theater, weil meine Dateien verschütt gegangen waren. Dann blieb ich stets wieder Locke treu, zumal sich Black Mage und die anderen vier Warriors of Light aus 8BT schließlich werbewirksam in meiner Signatur befinden. Unterbrochen wurde meine Lockeloyalität nur durch UseRama, wo ich nicht in der Lage war, ob ich nun Nixon’s Head oder Zapp Brannigan zu meinem Aushängeschild machen wollte und durch das ALDI-Nord-Emblem im Rahmen von Finals ALDI-Woche.
Die Frage ist: Was nun? Soll ich zu Locke zurückkehren, lieber noch ein paar Expressionen aus OotS zeigen oder gar Black Mage aus der Versenkung wieder hervorholen? Beim Bart mochte mir abgesehen von den beiden bezaubernden Ladies niemand wirklich helfen. Vielleicht wird das diesmal anders. Als Listiors neuer Avatar kommen – vorerst – folgende Bilder in Frage:
– Locke blinzelt
– Locke plus moralischer Zeigefinger
– Locke lacht
– Locke winkt
– Locke zwinkert
Ja, mein Locke-Fundus ist groß*hüstel*
– Black Mage mit schiefem Blick
– BM wirkt Flare
– BM tanzt
– BM in seiner kurzen Periode der Herrschaft über die Hölle
– BM gibt sich seiner Lebenslüge hin
Ich habe natürlich auch ein Bild, auf dem BM sein (bei Street Fighter geklautes) Hadoken wirkt aber das ist einfach zu groß für einen Avatar^^
– Roy und Daddy
– Last der Verantwortung
– Roy Kritisch
– Roy & Celia, Anwältin, Freundin, Defacto-Witwe
– Dating a Sylphe…
Diese müssen natürlich noch verkleinert werden. Ansonsten zählt freilich auch mein momentaner Avatar zu den OotS-Bildern und ist wählbar.
Nun ist die Sache an Euch, liebe Leser. Eines dieser Bilder soll mich repräsentieren. Welches soll es werden? Ich erwarte kluge Vorschläge per Profilnachricht, PN oder im Diskussionsthread^^ Ansonsten…landen im Profil vermutlich noch ein paar Alternativen in einem Album.
Edit:
Bin nun also bei Locke geblieben. Der plötzliche Mangel an Bildern in diesem Wahlthread rührt daher, dass die unbelehrbaren Idioten vonAOL/Alice sämtlichen FTP- und Webspace der AOL-User am 31.10. mal eben gekickt haben – immerhin mit einer unglaublichen Vorwanrphase von fünf Tagen oder so. DAS sind skandalöse Verhältnisse und der Grund, weshalb ich demnächst bei T-Offline vom Regen in die Traufe zu geraten gedenke. Natürlich sind auch all meine privaten Smilies jetzt futsch.
Tach, Post
Mein Posteingang [bei Spielerboard.de] enthält 118 PNs. Nicht, weil so unendlich viele Leute ein Bedürfnis haben, sich intensiver mit mir zu unterhalten. Meine letzten PNs sind vornehmlich Anfragen zu Problemen bei SH2 oder SH3 bzw. andere RPGs, mit denen ich mehr oder weniger vertraut bin und sie häufen sich nicht gerade – wofür ich den verdammten Göttern täglich danke. Nein, die meisten dieser PNs sind Altlasten, wie mir stets mehr als bewußt war. Vorhin werkelte ich eine Weile im Benutzerkontrollzentrum und stieß dort auf die Ordnersteuerung. Ich muß eingestehen, daß ich unkreativerweise tatsächlich nur die Ordner Postausgang und Posteingang vorhalte. Schätze, darin spiegelt sich meine eigentlich höchst chaotische Natur wider, die ich sonst im Alltags- und besonders im Berufsleben so weit ausklammern muß wie möglich, um nicht in sterbenden Bäumen abgerungenen Zellstoffgebirgen zu ersticken.
Nachdem die Postfachgröße vor einer Weile hochgesetzt worden war (eher fatal für mich, weil eine eindeutige Einladung an meine persönliche Chaoswolke), ließ ich den Posteingang und selbst den Ausgang unbeachtet, weil Platz genug herrschte. Nun allerdings war ich plötzlich in Aufräumstimmung, wie es alle Jubeljahre mal vorkommt; vermutlich, wenn ein besonders bösartiger Dämon von mir Besitz ergreift oder ich aus irgendeinem Grund der Meinung bin, daß ich mal klar Schiff machen muß. Solche anfälle sind glücklicherweise eher selten aber dann widme ich mich ihnen mit allergrößter Hingabe. Zuerst killte ich bis auf einige ganz neue PNs den vollständigen Postausgang. Trotzdem war ich noch weit über 100 Nachrichten und aus irgendeinem Grund durfte das nicht sein.
Ich war relativ sicher, was da in den Tiefen meines Posteingangs noch lauerte: Liebevolle PNs aus längst vergangenen Zeit von einer, die ich kaum noch kenne. Ich hatte mich bisher nur von wenigen Erinnerungsstücken aus meiner Periode des Glücks trennen können (weil ich ohnehin immer wieder dran erinnert wurde) und war mir relativ sicher, daß ich hier das gleiche Verbrechen gegen meinen Seelenfrieden begangen hatte (bzw. gegen mein Seelenschweigen, denn mit Frieden hat es nichts zu tun, wenn man etwas unterdrückt und zum Schweigen bringt, egal, wie sehr es der eigenen geistigen Gesundheit dient. Zumal man eh keinen Wert mehr auf diese Gesundheit legt). Neben den emotionalen Erinnerungen sprachen diese alten Schätze auch Bände darüber, daß ich einmal ein wirklich charmanter und romantischer Bursche war, auch und gerade virtuell, bevor ich wegen einer Eifersüchtelei diese Aspekte meines Selbst in einen recht finsteren Kerker geworfen habe. Auch, um sie nicht zu vergessen, wie sie da in meinem Seelenknast darben, hatte ich diese PNs vermutlich aufbewahrt, denn sie erinnerten mich an die eine Sache, die mich zu etwas besonderem und interessanter machte, bevor ich sie weggeworfen habe.
Nun zog ich mit dem Vorsatz los, diese kleinen Juwelen meines Bewußtseins in den mental-virtuellen Orkus zu schicken. Die Person von einst kommt mir eh verloren vor und ansonsten gibt es noch genug, was mich an meinen Verlust erinnert. Allerdings gab es im ganzen Posteingang nur noch eine einzige Nachricht aus dieser hinfälligen Zeit von vor fast genau einem Jahr. Seltsame Sache…all die Monate vertraute ich darauf, daß meine geschriebenen Kostbarkeiten dort auf mich warten würden und in mir die Wärme und Erinnerung an frühere Zeiten wachrufen konnten, wenn ich nach einem ganz außergewöhnlich beschissenen Tag genau diese lebensnotwendige Portion verblassenden Sich-geliebt-Fühlens einfach brauchte, um am Ball zu bleiben.
Aber mein Eingang war bar dieser Schätzchen, ich hatte mich ihrer offensichtlich schon vor längerer Zeit eigenhändig beraubt, bzw. sie auf einer der etlichen Festplatten, die mir seit dem Jahr 2004 in die Binsen gegangen sind, archiviert, bis der Computersensenmann sie tanzend in sein bitverseuchtes Reich gezerrt hatte. Auf jeden Fall waren meine Geschmeide von einst verloren und obwohl mich ihr Verlust betrübt, denke ich, daß es vielleicht nicht das Schlechteste ist, daß das passiert ist.
Mein Posteingang JETZT besteht aus Anfragen, Reaktionen, Nachfragen, Freundschaftsbekundungen, Schulterschlüssen, kleinen und großen Streitereien, Privatdiskussionen und anderen Dingen, quasi aus einem Abbild meines virtuellen Lebens im SB wie es einmal war und wie es heute ist. Alte Bekannte, virtuelle Freunde, vergangene Kontakte und verflossene Freundschaften mit Potential hatten ihr beredtes Zeugnis in meinem Postfach hinterlassen; immerhin noch mit einem kleinen Heer von 118 Nachrichten aus zweidreiviertel Jahren.
So traurig der Verlust meiner reminszenzreichen Preziosen auch ist, nämlich wirklich sehr traurig und ernüchternd, so wenig bin ich bereit, dieses Zeugnis meines Seins und Wirkens in den Äther zu jagen. Nicht, daß all diese Nachrichten von besonderem Gehalt wären, sprachlich unheimlich schön oder so (selbst)erkenntnistreibend… es sind einfach Relikte des eigenen Lebens und als solche besitzen sie ebenfalls einen erstaunlichen Wert, selbst, wenn sie faktisch wertlos sind. Ein seltsames Konstrukt ist die Psyche, daß sie zu solchen Erkenntnissen gelangt. Nachdem ich die Hinterlassenschaften meines Selbst gesichtet hatte, konnte ich mich nicht dazu durchringen, noch mehr davon zu löschen. Ich hoffe, daß erneut die Entschlossenheit einsetzt und ich mich dazu durchringen kann, auch den Großteil dieses Molochs aus meinem Dunstkreis zu entfernen und Platz für neues zu schaffen. In meiner letzten Community wurde mir diese Entscheidung abgenommen, denn nach 100 Tagen wurden die OMs dort automatisch gekillt^^ Im Grunde bin ich allerdings froh, daß das hier nicht so gehandhabt wird. Manchmal muß man sich offensichtlich auch von Altlasten erstmal verabschieden und es schmerzt, wenn man die Gelegenheit dazu nicht hatte. Besonders natürlich bei kleinen Juwelen, die einem das frühere Selbst in Der Hoffnung vererbt hat, eines Tages durch sie wieder auferstehen zu können.
MagnaCarta – Tears of Blood (PAL)
Hallo Rollenspielerinnen und Rollenspieler

Seit einer Weile schneide, haue und zaubere ich mich durch das schon vor längerer Zeit als PAL veröffentlichte RPG “MagnaCarta: Crimson Stigmata”, bzw. “MagnaCarta:Tears of Blood” in der PAL-Version.
Die SH-Spielerin stripped21 erwähnte das Spiel mir gegenüber und ich entschied mich, es mal auszuprobieren. Bedauerlicherweise ist das Spiel hierzulande relativ unbeachtet geblieben, wie es schmächlicherweise auch für die SH-Reihe gilt. Diese Ignoranz ist wirklich schade; eine Menge wirklich guter RPGs entgehen uns hier ohnehin schon, weil die Publisher das Risiko der Lokalisation bzw. PAL-Konvertierung nicht eingehen möchten. Kommt allerdings mal ein interessantes neues RPG heraus, geht es sang- und klanglos unter und ward nicht mehr gesehen. Was uns durch diese Haltung hier so alles vorenthalten bliebt!
MagnaCarta wird gemeinhin als Mischung zwischen Shadow Hearts, Star Ocean – Till the End of Time und Chrono Cross verstanden (der Publisher Atlus hatte früher auch mit der SH-Reihe zutun, ist jedoch eher durch die populäre Digital Devil-Reihe bekannt). So leiht es sich von SH eine komplexere Variante des Urteilsrings (tatsächlich ist die Zeichenfolge des elementaren Chis einzugeben, das man für den Angriff verwenden möchte; X oder O) und sein Partysystem erinnert an die Art und Weise, wie die Helden in SO3 gesteuert wurden (wobei es allerdings keine Möglichkeit gibt, die anderen zwei Charaktere automatisch steuern zu lassen. Zumindest sehe ich keine). Von ChronoCross stammt das System des Feld-Chi. In Dojos, durch Events und besondere Siege erhalten die Charaktere immer wieder neue Styles, die dem Chi anderer Elemente angehören und die man nach und nach ausbauen kann.
Gesteuert werden vier Weißmagier, eine Schwarzmagierin, drei gewiefte Schwertkämpfer, einen Fernkampfcharakter und zwei Kampfsportler, die sich über das Spiel immer wieder auf ein- oder (meistens) zwei Partys aufteilen und zwischen denen man gelegentlich wechselt. Männlicher Hauptcharakter ist Calintz, 23jähriger Hauptmann der Tears of Blood, einer Söldnertruppe, die gelegentlich von den Kräften der Allianz (Menschen) angeheuert wird, um Spezielaufträge im Krieg gegen die Yason (kräftigere Menschen, die Kraft direkt aus den Elementen zu ziehen vermögen und ansonsten etwas seltsam anmutende spitze Ohren haben) zu erledigen. Sein weibliches Gegenstück ist die 25jährige Priesterin Reith, die nach dem Auslösen der Waffe MagnaCarta durch die Königen der Yason, weil die Menschen Verbotene Magie gegen die Hauptstadt der Yason einsetzen wollten, ihr Gedächtnis verloren hat und in einer Höhle auf den bewußtlosen Calintz trifft, den sie halt (weswegen vermutet wird, daß sie eine Priesterin Amabats ist).
Begleitet werden die beiden von der klugen Bayer-Magiern Eonis, dem eifrigen jungen Schwertkämpfer Azel, dem auf Rache an den Yason sinnenden Kampfsportler Haren, der stummen jugendlichen Heilerin Maya, der Priesterin von Amabat Justina, der Kämpferin Rhianna, dem schwertschwingenden Gauner Raul, dem Frauenhelden, Erfinder und Schützen Chris und schließlich der mysteriösen Serina. Die Partys folgen dem Weg der Eight Heros (einen für jedes Element) auf der Suche nach dem Light of Salvation, die vor vielen Jahren mit dieser besonderen Kraft den Tree of Light veersiegelt haben, der widerum die Quelle der Macht der Yason darstellte und den die Yason mit derselben Waffe wieder entsiegeln möchten, um den Krieg zu beenden und sich mit der Hilfe des Baums vom Rheuma zu heilen, einer für die Yason verheerenden, sich epidemisch ausbreitenden Krankheit, die sie nach und nach in Bäume verwandelt.
Im Verlauf des Spiels kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen mit den “Four Warriors”, Orha, Roxy, Carian und Azhadi, mächtigen Kriegern der Yason, die alle über einen kämpfenden Vertrauten, den Familiar, verfügen und die teilweise ganz andere Pläne als ihre stets verhüllte Königin Amila verfolgen (es heißt, sie sei ihrerseits vom Rheuma entstellt).
Das Kampfsystem macht das Rollenspiel zu etwas besonderem. Diese epochale Mischung aus SH und SO macht jeden Kampf immer wieder herausfordernd, ähnlich wie bei SH, wobei die verschiedenen Styles und Skills immer andere Ringkombinationen fordern und außerdem auch in der Laufgeschwindigkeit des Rads variieren. Schafft man dabei drei GREAT-Treffer hintereinander, füllt sich der Trinity-Drive um 5 %. Sobald er die 30 % erreicht hat, kann der Drive entfesselt werden, wodurch die Angriffskraft für diesen Zug von 30 bis zu 100 Prozent gesteigert werden kann. Schadensrekorde werden durch zusätzliche XP belohnt.
Die Stärke des Angriffs ist außerdem vom Feld-Chi abhängig. In jedem Gebiet herrschen ein oder zwei der acht Elemente des Spiels besonders vor (in einem Vulkan Fire, im Gebirge Mountain usw). Es existieren Celestial, Wind, Fire, Water, Lightning, Mountain, Earth, Ice. Je stärker oder schwächer ein Element in der Umgebung vorkommt, desto eefektiver ist seine Wirkung im Kampf. Die einzelnen Skills der Partymitglieder sind ihrerseits an Elementchi gebunden und sind deswegen in einem Gebiet entweder sehr effizient oder aber garnicht einsetzbar (in einem Vulkan ist es beispielsweise nicht möglich, Calintz’ hervorragenden Ice-Style einzusetzen). Man kann das Umgebungs-Chi allerdings durch bestimme Items manipulieren, die man im Kampf einsetzt. auch gibt es in den meisten Gebieten Chi-Lanterns, deren Element man durch ein entsprechendes Item verändern kann.
Items sind zudem kombinierbar. Ein Fortune-Teller (man kann sich dort gegen Entgelt wirklich die Zukunft voraussagen lassen und je nach Ergebnis erhält der entsprechende Charakter einen Bonus oder Malus auf seine Stats) kann Items zusammenfügen und dadurch neue Items schaffen, die beispielsweise den Trinity-Drive sofort auf 70 % pushen und so weiter. Außerdem gibt es Item-Shops, Equipment-Shops und Schmiede, die zudem kleine Sidequests anbieten, für deren Bestehen man mit einer besseren Waffe belohnt wird. Außerdem verkaufen und upgraden die Schmiede die vorhandenen Waffen, wenn man den Gegnern die entsprechenden Bauteile hat abringen können.
Jeder von den Charakteren zu erlernende Style verleiht der Figur Drei bis Sechs neue Skills. Man beginnt mit der ersten Skill eines Styles. Nachdem man eine Weile diese Skill verwendet und dabei einige GREATs erzielt hat, kommen neue Skills dazu, die man dann ebenfalls verwenden und aufwerten kann. Jeden Kampf beginnt das Partymitglied mit der ersten Skill eines Styles und kann nach einmaligem erfolgreichen Gebrauch dieser ersten Skill auf die anderen des Styles zugreifen (oder wegen mangelden Chis doch einen der vorherigen verwenden).
Ist ein Style komplett ausgemaxt (aka hat man alle Skills dieses Styles) stehen neben dem Standard-Kampfmodus für manche Styles auch die Modi Combo und Counter zur Verfügung. Bei Combo werden verschiene Skills eines Styles aneinandergereiht, wodurch im Regelfall eine geheime zusätzliche weitere Skill verwendet wird, die noch stärker ist als die offizielle letzte eines Styles. Im Counter-Modus verursacht das Partymitglied den größten Schaden. Dabei muß der Spieler erraten, welche Skill welchen Elementes der Gegner einzusetzen gegedenkt und rechtzeitig die Tastenkombination für das Konter-Element drücken. Später erlernt Calintz einen Style, mit dem er voraussagen kann, welches Chi der Gegner demnächst einsetzen wird. Man kann allerdings auch einfach die Anzeige am oberen linken Bildrand im Auge behalten und dort beobachten, welches der acht Elemente gerade verbraucht wird. Auch die Farbe der “Saugstrahlen” um den Gegner kann einem Aufschluß geben. Im viel späteren Spielverlauf gibt es einige Solokämpfe, die Calintz oder Raul nur durch Counter gewinnen können. Oft sind diese jedoch optional.
MC verwendet ein modifiziertes Active-Battle-System wie beispielsweise in der FF-Reihe. Am rechten oberen Bildschirmrand finden sich eine rote und eine gelbe Leadership-Leiste, auf der gelbe Pfeile den Zeitpunkt markieren, zu dem ein Feind oder Mitstreiter seine Aktion ausführen kann. Der Leadership-Wert richtet sich nach dem Charisma der Helden und ihrer Beziehung zum Anführer (i.d.R. Calintz, Reith oder Raul). An der Beziehung der Figuren kann in Gesprächssequenzen gearbeitet werden, die an Savepoints oder in Gaststätten stattfinden. Außerdem gibt es (meist eher seltene) Items, mit denen man Stats einzelner Figuren allgemein und insbesondere auch das Charisma verbessern kann. Je besser die Beziehung, desto mehr Aktionen pro Runde sind möglich. Wie bei den alten FF-Teilen pausiert das Spiel jedoch nicht bei der Eingabe! Es pausiert, wenn man das Partymenü öffnet, um beispielsweise ein Item einzusetzen. Solche Aktionen kosten Leadership. Der Wechsel eines Styles während des Kampfes allerdings nicht; das zählt nicht als Zug.
MagnaCarta leidet unter teilweise recht langen Ladezeiten bei Gebietswechseln. In Kombination mit einer unvorteilhaften Steuerung kann das manchmal frustrieren. Wenn man das bespielsweise ein Gebiet verlässt, indem man den Analogstick nach vorne drückt, kann es sein, daß durch eine Drehung von Karte und Charakter im nächsten Gebiet ein Drücken nach vorne dazu führt, daß das Gebiet wieder verlassen wird, Hand in Hand mit einer erneuten nervig langen Ladezeit. Man sollte beim Wandern also ein wenig aufpassen.
Ansonsten leidet das Spiel, sobald man sich an Calintz scheußliches, leicht tuntiges Outfit gewöhnt hat (das vo, Prinzen in Suikoden V ist allerdings noch schlimmer) und sich auch nicht mehr von der monströsen Brustgröße der erwachsenen weiblichen Figuren irritieren läßt (Justina und Maya sind noch Teenager und da noch nicht gar so…begabt), ist dem Spiel bloß noch vorzuwerfen, sehr lange linear fortzuschreiten und Erkundungstouren eher nicht zu erlauben. Dazu kommt erschwerend hinzu, daß es keine Zufallskämpfe gibt. Man kann Gegner im Scan-Modus auf der Landkarte meist rechtzeitig entdecken und ihnen notfalls ausweichen. Im Regelfall wird man das jedoch nicht tun, da ein Gebiet, ist es einmal von Gegnern befreit, feindesleer bleibt, bis ein neuer Abschnitt in der Story erreicht ist. Freunden stundenlangen exzessiven Levelns wie mir kommt das eher weniger zupaß; tatsächlich hängt meine Sekundärparty um Reith deswegen jetzt 7-10 Level hinter der Primärparty um Calintz. Absgesehen von diesen Flaws ist MC:ToB allerdings ein wirklich tolles RPG und lohnt den Lauf.
Alte Spiele
Ich gestehe es ein, meine erste eigene Konsole war tatsächlich ein Gameboy. Mein Elternhaus vergeudete kein Geld für so infame Dinge wie Computerspiele (meine fiese Oma und mein Vater nannten es “Gepiepse”), denn wir hatten nie viel davon und von dem, was da war, mußte irgendwie das darbende Geschäft unterhalten werden, kein Spielzeug für Kiddos gekauft. Deswegen sammelte ich den Großteil meiner umfassenden Erfahrungen entweder beim Nachbarn oder meinem Provinzcousin, den ich ständig besuchen mußte, der dafür aber auch seit der Atari eigentlich sämtliche großen und kleinen Konsolen besessen hat – zumindest diejenigen, die von Nintendo stammten^^ Das erste große Konsolen-Gerät bei mir vor Ort war eine gebrauchte PS1, vorher hatte ich selbst nur diesen popligen Gameboy, auf dem ich sämtliche mir bekannten Klone der Titel vom NES und SNES spielte, die mir in die Hände kamen.
Neben den Marios und Zelda war freilich Final Fantasy mein Lieblingstitel auf dem NES und SNES gewesen (Wizards & Warriors, Castlevania, Mega Man, Metroid, R-Type, F-Zero und so kannte ich freilich auch) aber in Sachen RPG war mit dem kleinen Handheld nichts allzuviel anzufangen. Der beste Titel, den ich lange Zeit ergattern konnte, war Final Fantasy Legend, das bekanntermaßen nicht wirklich viel mit FF zutunhat, trotz des Namens aber durchaus ein sehr spaßiges Spiel war (und das Thema des turms im Zentrum der Welt, der die Himmel verband und am Ende zum schlagkräftigen Creator führte, beeindruckte mich sogar so sehr, daß ich es in ein Religionsreferat hereinlog, für das ich eine eins bekam, hihi). FFL war jedoch kein PAL-Titel gewesen, sondern ein Fremdimport. Auf den alten Kröchen liefen die meistens trotzdem, auch, wenn es im Kampfbildschirm immer mal wieder zu Grafikfehlern kam. Ich liebte das Spiel, weil es einem echten FF noch am nächsten kam aber es war trotzdem einfach nicht dasselbe und ich würde zu Hause sicherlich ohne eigenes Geld niemals in den Genuß einer echten Konsole kommen, zumal der passende Fernseher dazu uns auch jahrelang vorenthalten blieb. Ein anderes Problem war, daß ich zwar schon früh relativ gut mit Englisch zurandekam, aber es trotzdem anstrengend war, in der Sprache zu spielen.
Das erste RPG für den Gameboy in deutscher Sprache war Mystic Quest, heute besser bekannt als Seiken Densetsu. Ich stamme aus der Provinz und meine Informationen stammten vornehmlich aus dem Club Nintendo-Magazin, denn Geld für Gamezeitschriften auszugeben, die ja immer schon teuer waren, das wäre auch in infamer Gedanke gewesen. Außerdem hatte ich auch gar keine rechte Zeit dafür, wegen Schule und danach als Daddys halbkompetenter Mitarbeiter. Deswegen war es mir ein gewaltiges Bedürfnis, an dieses spiel heranzukommen. Ich bestellte es über das hiesige Kaufhaus und mußte Monate warten, bis die endlich ein Exemplar bekommen hatten. Gott, tat es mir um das Geld leid…aber ich hatte mein Spiel. Leider war es wieder weit, weit entfernt von einem RPG à la Fnal Fantasy und von den schmucken RPGs für den Amiga oder die ersten PCs war es natürlich auch weit weg. Trotzdem, es war mir eine Offenbarung. Mystic Quest war der anlaß für das erste und einzige Mal, daß ich bei einer Games-Hotline anrief, um mir einen Tip geben zu lassen, wie zum Teufel ich weiterkommen sollte. Die lustige Dame am anderen Ende erklärte mir damals, ich müsse in dem Fall “doch diese Schneemänner bauen”; ich habe heute, 17 Jahre danach, noch immer ihren genauen Tonfall im Ohr (jugendleitermäßig verständnisvoll und aufmunternd – puh, damals klang das schon komisch und heute läßt es mich erstickend aufröcheln). Außerdem sagte sie mir nur, was ich längst wußte: Eiszauber auf die Torros. Es war mir einfach nur nie gelungen, die Schneemänner richtig auf die entsprechenden Schalter zu stellen.
Wenn ich heute darüber nachdenke, wie viel mir dieses alberne Spielchen bedeutet hat und wie gerne ich es gespielt habe, wie ich meinen Verstand und bestimmt einen Gutteil meines Augenlichts riskiert, bzw. verloren habe, indem ich auf den grünschattierten winzigen Bildschirm des Gameboys glotze, der immer beschissen ausgeleuchtet war und deswegen die Augen einfach kaputtmachen mußte, wenn man keinen LightMax besaß (dessen Batterien sich in Rekordzeit entleerten und der trotzdem nicht wirklich viel Spielkomfort brachte), macht es mich doch ein bißchen traurig, wenn ich bedenke, was aus meinem Gameboy und all den Spielen geworden ist.
Die meisten und kultigsten hat der Bruder meines anderen Schwagers ohne meine Erlaubnis auf dem Flohmarkt verscherbelt und sich für das sicherlich unangemessene Geld vermutlich seinen ersten Joint oder sein tausendstes Bier im Leben gekauft; die beiden hatten sich darauf geeinigt, daß das wohl alles eigene Spiele sein mußten, die sie in seinem Spind beim Bund gefunden hatten (ich war damals so dumm gewesen, ihm viele meiner Games für den Wehrdienst zu leihen – ein Fehler, den ich danach nie wieder gemacht habe). Einie wenige habe ich behalten können. Weder Links Awakening, noch SuperMarioLand oder Final Fantasy Legend sind noch dabei. Andere Spiele hat später sein Sohn mit in die Schule geschleppt und dort verschenkt, verloren oder hat sie sich schlichtweg klauen lassen.
Aber Mystic Quest blieb mir erhalten, ich habe es niemals aus der Hand gegeben seit dem Flohmarktverramsch. Wo ist es jetzt? Zusammen mit dem GameBoy Color meines Neffen, den er eigentlich garnicht mehr benutzt, weil er schon seit er zwölf ist, mit teuren PCs herumdaddeln kann, und einigen wenig begeisternden Spielen (Doktor Mario, Fortress of Fear, The Rescue of Princess Blobette, TLoZ-Oracle of Seasons aber immerhin auch Tetris) liegt es auf dem Mülleimer im Klo und wird dort gelegentlich zur Ablenkung bei längeren Sitzungen benutzt. Erstaunlicherwiese hält die kleine Speicherbatterie noch immer. Aber einer der idiotischen Kumpels des Kleinen hat meinen Expertenspielstand gelöscht und durch einen ersetzt, wo er ausschließlich Kraft und Max-HP trainiert hat und natürlich nicht Reife oder Wille. Es tut weh, wenn einem guten alten Freund sowas angetan wird.