Archiv für die Kategorie ‘Stümpereien eines Talentreduzierten.’
Kürzlich gebildet (4)

Okay, beginnen wir traditionell mit einem Bilder-Fachwortspiel: Die auf dem Skateboard davonrasenden Kosten sollen mit einer netten, karierten Decke, nun, gedeckt werden. Haha. Aber da könnt Ihr mal sehen, wie langweilig dieser Unterricht ist, wenn mich sowas kichern macht…*seufz*

Der vermutlich mal wieder nicht lesbare Text lautet:
“Prof. Dr. Dr. Siegesmund Läwerätsch, Doktor der Betriebswirtschafts-Leere und Dozent für Sachzwangsfiktion und fortgeschrittene Wichtigmacherei an der Universität von Ost-Anglien, demonstriert seinen bahnbrechenden Effekt.”
Der Leverage-Effekt; noch so ein BWL-Klassiker. Aber mit Herrn Berlusconi kommt zumindest ein politischer Aspekt hinein.

Last but not least schließlich die Freuden der Globalisierung. Es ist in meinen Augen unfassbar, dass eine “Mehrheit” von Mitbürgern (gewisser Coleur zugegeben, bzw. ohne Interesse und die mindeste Ahnung davon, was dieser Scheißdreck letztendlich für uns alle bedeutet), sich von angeblichen Sachzwängen allen möglichen hoffnungslos unmenschlichen Mist aufpeitschen lässt und das auch noch richtig findet, weil sie ja so vernünftig ist. Dabei bestünde doch das einzig Vernünftige darin, diese Zustände wieder zu mildern mit dem Ziel, sie auf ihren rechtmäßigen Platz weit hinter unseren tatsächlichen Bedürfnissen zurückzudrängen.
Stattdessen wählt Ihr schwarz-gelb und suggeriert diesen Monstren damit, dass sie alles genau richtig und gemäß Eurem bzw. dem mehrheitlichen Interesse machen. Sind eine private Krankenversorgung (wie in den USA), die Unterbindung von Mindestlöhnen, ganzheitliche Überwachung völlig unbescholtener Bürger und zu allem Überfluss auch noch steuerseits finanzierte Unterstützung gewissenloser Spekulanten ernsthaft in Eurem Interesse? Merkt ihr’s noch? Aber ich wiederhole mich…
Kürzlich gebildet (3)
Meine drei Pass-Time von heute; ein Vormittag gefüllt mit Außer-der-Reihe-Investitionsrechnung, als mehr als würdigen Ersatz für meine einzige Möglichkeit diese Woche, auszuschlafen:

Ein übles Stück Investions- bzw. Finanzierungsrechnung: Langatmiges Berechnen des Grades der Unternehmensliquidität. Liquidtätsgrade hätte ich mir, bevor ich durch derlei Zeug verdorben wurde, so vorstellen wollen.

Ich habe leider das Hemd unseres Dozenten besser getroffen als den Rest von ihm. Am Anfang der zweiten Doppelstunde fragte er jedenfalls, wozu wir das eigentlich alles machen. Das ist die Antwort, die mir vorschwebte.

Well: Last but not least etwas, das mir auf die Nerven geht. Onkel Dozentus ist selbst Banker und es vergeht kaum mal eine halbe Stunde, ohne, dass er betont, wie ungemein verantwortungsvoll der Job eines Kreditberaters ist, wie übermenschlich deren Menschenkenntnis sein muss und was die nicht alles erwägen und durchdenken müssen, bevor sie ihre Geldsegnungen auf uns herabregnen lassen. Eigentlich ging es mir vor allem darum, was diese Leute nicht alles an Daten und persönlichen Infos über uns speichern und jonglieren, ohne, dass wir uns auch nur minimal dieses Datenhaufens bewusst sind. Und wir werden, weder als Privatmann, der “GESCORED”, noch als Unternehmen, dass mit möglichst wichtig aussehenden Buchstaben- und Zahlencodes “GERATED” wird, jemals alles darüber erfahren, was die über uns im Laufe ihrer Schnüffelei erfahren haben. Wegen der “Interna”, wie Onkel Dozentus vorhin verlautete. Yeah, deren Interna sind natürlich wichtiger als meine Bürgerrechte. Wobei…sind sie wohl wirklich, wenn morgen die CDU gewinnt und Schäuble noch mehr Zeit bekommt, sein böses Werk fortzuführen.
Naja, letztendlich blieb ich bei dem allwissenden Märtyrerbanker stecken; so I guess you just go with it.
Kürzlich gebildet (2)
Noch ein paar Kritzeleien; die sind allerdings nicht von Donnerstag, sondern von den letzten Stunden Kosten- und Leistungsrechnung:

Das Stufenleiterverfahren wird im Rahmen der Kostenstellenrechnung zur Verteilung von Kosten auf die Endprodukte eingesetzt. Hier sehen wir den Stufenleiter, haha.

Außerdem: Primärkosten. Für die, die’s nicht peilen: Orang Utans(?) sind, ebenso wie wir, Primaten. LUUUUSTISCH!!! Auf der Banderole über dem Zoo-Schild steht übrigens “Geschlossen wegen Unwirtschaftlichkeit”. Das ist quasi der sozialkritische Aspekt dieses Bildes*hust*
Kürzlich gebildet
Wie schon erwähnt, bin ich seit dem 12.03.09 wieder in Oldenburg unterwegs, um – als wären die zwei Jahre von 2006 bis 2008 nicht stressing und verstandesbedrohend genug für mich gewesen – zu lernen. Der Gedanke damals wie heute ist eigentlich derselbe: Irgendwie weiterkommen im Beruf in der Hoffnung, langfristig wenigstens weniger entnervende Aufgaben zu haben, bzw. vielleicht sogar irgendwann ein gewisses Maß an Spaß. Nun ist die Absolvierung eines Zertifikatskurses für kommunale Bilanzbuchhalter definitiv nichts, was ich unter normalen Umständen auch nur im Mindesten als spaßig empfunden hätte. Mathe und Rechnerei hat mich nur bis zur zehnten Klasse interessieren können. Ab der elften Klasse (der Zeitpunkt, wo über meine Generation plötzlich Kurvendiskussionen, Wahrscheinlichkeitsrechnung und sowas hereinbrachen, nebst einem zwar netten, aber leider völlig inkompetentem Lehrer) war ich nur noch mödermäßig schlecht in Mathe.
Wobei: Nicht nur da. Ich bekam fünfen in Erdkunde, Mathe und Religion. Als eigentlich ziemlich guter Schüler war das eine recht harte Zeit für mich. War irgendwie aber auch kein Wunder; meine sämtlichen Freunde und mein kompletter Umgang gingen plötzlich von meiner Gesamtschule ab und fingen an zu arbeiten; alle bis auf eine, die ich indes nicht mehr in meine Kerngruppe bekam, weswegen wir auch immer seltener miteiander zutun hatten. Sozial steckte ich plötzlich in Isolationshaft, während mir schulisch immer mehr abverlangt wurde. Sowas schlägt sich wohl irgendwo nieder. Jedenfalls hatte ich mathemäßig nichts mehr auf dem Kasten und nach ein paar Versuchen hab es dann vermutlich auch garnicht mehr kapieren wollen.
Deswegen wäre etwas wie Buchhaltung mir sicherlich nie in den Sinn gekommen als … Karriereoption. Natürlich nicht nur wegen der Zahlen; vor allem hat diese Tätigkeit (ebenso wie die, die sie ausüben) einen recht ätzenden Ruf (und nicht zu Unrecht; wobei BWL-Studiumsabsolventen letztendlich auch nur aufgeblasene Buchhalter sind, aber zumindest in ihren Kreisen einen hervorragenden Ruf genießen. Ist das jetzt unfair oder was?). Trotzdem war dieser neue Lehrgang nach dem im vergangenen Jahr vermutlich meine letzte Möglichkeit auf lange Zeit, ein bißchen weiterzukommen – bzw. eine andere Aufgabe. Deswegen fing ich schließlich mit dieser neuen Zusatzausbildung an; meine Chefetage war davon im Übrigen eh ausgegangen. Das Schulgeld war lange und längst schon bezahlt, weil vor mir schon ein Kollege diesen Lehrgang angefangen, ihn jedoch dann aus Stressgründen aufgegeben hat (und danach eine Weile dienstunfähig war). Also fasste ich mir ein Herz und quälte mich hin; bisher tatsächlich relativ erfolgreich. Was möglicherweise daran liegt, dass die wirklich wichtigen Fächer erst jetzt angefangen sind und die drei bisher geschriebenen Klausuren relativ glücklich liefen.
Neben den einfachen und inzwischen abgehakten Klamotten ist dieser Lehrgang inzwischen doch ziemlich anstrengend und stressig. Waren die ersten Kurse damals noch überwiegend praxisbezogen, ist das Teil heute vornehmlich klausurorientiert, obwohl der Abschluss einem tarifmäßig noch garnichts bringt. Jetzt hocke ich aber drin und wenn ich nicht ins Familienbüro zurückstürzen möchte (was durchaus trotzdem passieren kann, weil mein Nachfolger ankündigungsgemäß demnächst erstmal krankmacht wegen “Rücken”, wer hätt’s gedacht?), muß ich das Teil durchziehen, komme was wolle. Und das ist manchmal garnicht so einfach. Oft sind wir konfrontiert mit endlosen Predigten und langatmigen Gerede, zementiert durch mehr oder weniger schwierige Übungen. In der Zwischenzeit geht es mir als Spätaufsteher aus Leidenschaft häufig vor allem darum, nicht einzuschlafen Und darum, meine Abneigung gegen all das BWL-Heilsgequatsche manches Dozenten zum Ausdruck zu bringen. Insbesondere damit habe ich allerdings so meine Probleme; meine Nachbarin zur Linken ist zwar relativ vernünftig, macht gerade aber trotzdem ihren BWL-Abschluss im Fernstudium, weil ihre Dienststelle inzwischen nur noch Akademiker mit Führungspositionen beglückt und diese Akademiker dann im Regelfall extern eingekauft werden, weil deren Schwachkopf von Bürgermeister (Bundeswehrstudent mit Doktor und Professur in Luftnummerei) niemandem aus dem eigenen Hause vertraut und auch gerne mal Leute rausmobbt. Die ist jedenfalls kein williger Adressat meiner Aversionsbekundungen. Ebenso wie der Nachbar zur Rechten, der (anders als sein Vorgänger auf genau dem selben Platz während der A²-Zeit), die ganze Sache allgemein zu gleichgültig sieht, um sich genug zu engagieren, ein bißchen ablästern zu wollen.
Das Ergebnis ist, dass ich dort herumsitze und einfach kritzle. Leider bin ich kein sonderlich guter Zeichner, trotz meiner noch aus Jugendzeiten überlebten Ambition, einen großartigen Fantasycomic zu kreieren (der bisher etwa 200 Blöcke umfasst und seit 2005 kein Stück weitergekommen ist; ebenso wie meine anderen Erzählungen). Da ich sonst leider niemanden kenne, den ich mit diesen Machwerken malträtieren könnte, dachte ich, ich poste mal ein paar frischere hier, auf das die gute Luft im Netz sie für andere meinesgleichen konservieren möge. Bei Bedarf (oder bei Langeweile) liefere ich vielleicht ein bißchen gelegentlichen Nachschub.

Hmm…das war mir irgendwie ein Bedürfnis. Ich weiß nicht, WER den Arsch offen hatte
aber ich musste das Gefühl dieser Person gegenüber unbedingt festhalten.

Tja…die Zahl sieht halt ihr Äquivalent auf der anderen Seite des Spiegels, haha. Äh, sorry…

Eine frische Variation zweier alter Themen: “Wayne interessiert’s? Chuck Norris!”
Für mich war Chuck Norris eigentlich immer vor allem ein winziger Kerl mit vielen Haaren. Ah, und ‘nem Hut.

Der Break-Even-Point. Ist vermutlich BWL, nulltes Semester oder so. Mir war selbst übel
und so dachte ich zwangsläufig an zwei Kerle, die auf den gleichen Punkt, nun, brechen.

Ein anderer Begriff für Fixkosten ist Eh-da-Kosten (für die von uns, die sich bisher dem
marktischem Jargon entziehen konnten). Ich dachte: Wo Eder-Kosten sind, muss es auch
Pumuckl-Kosten geben. Platt aber durchaus konsequent, oder? Hey, ich war echt müde!

“Wir befassen uns heute mit Liquiditätsplanung.”

Ein Ruhebeamter. Für die muss man Rückstellungen einbuchen, deswegen kam das Thema auf.
Und schließlich:

Sekundärkosten. Das Bild ist nicht ganz fertig und so vermutlich eher unverständlich.
Ein riesiges Preisschild am Sekundanten oder dem Degen hätte aber wohl schon ausgereicht.
Danke für Eure Aufmerksamkeit und bis zum nächsten Gesülze – gleich morgen, wenn ich Pech habe.